Schweiz will Frauenquote einführen - DER SPIEGEL
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Gleichberechtigung Schweiz will eine Frauenquote einführen

Deutschland bekommt sie, jetzt zieht auch die Schweiz nach: Das Alpenland hat sich für die Einführung einer Frauenquote entschieden. Angestrebt werde eine "Geschlechterquote" von 30 Prozent für börsennotierte Unternehmen.
Schweizerische Justizministerin Sommaruga: Die Quote kommt
Schweizerische Justizministerin Sommaruga: Die Quote kommt

Schweizerische Justizministerin Sommaruga: Die Quote kommt

Foto: RUBEN SPRICH/ REUTERS
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Bern - Ähnlich wie Deutschland will auch die Schweiz den Anteil von Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft mit einer Quotenregelung erhöhen. Das gab die Regierung in Bern bekannt. Angestrebt werde eine gesetzliche "Geschlechterquote" von 30 Prozent für alle börsennotierten Unternehmen.

In den Geschäftsleitungen und Aufsichtsräten sollen demnach mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein, wie unter anderem die "Basler Zeitung" schreibt . Für den Fall, dass Männer in einer Chefetage unterrepräsentiert sind, würde eine 30-Prozent-Quote auch für sie gelten.

Eine entsprechende Änderung des Aktienrechts, die vom Parlament beschlossen werden soll, wurde den Kantonen und Parteien zur Begutachtung und Stellungnahme zugestellt. Die Quotenvorgabe soll innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werden. Im jährlichen Vergütungsbericht sollen Unternehmen darüber Rechenschaft geben. Wann das Parlament über die Gesetzesänderung befindet, steht noch nicht fest.

In Deutschland hatten sich zuletzt die Spitzen der großen Koalition am Mittwoch auf eine Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der größten Unternehmen geeinigt. Bei einem Treffen im Kanzleramt verständigten sich die Partei- und Fraktionschefs von Union und SPD darauf, dass ab 2016 knapp ein Drittel der Aufsichtsratsposten in 108 börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt sein soll - und das ohne Ausnahmen.

mxw/dpa