Simbabwe Einreiseverbot für Blair
Harare - Die Regierung in Harare ordnete neben dem Einreiseverbot für Mitglied der Regierung in London auch eine Visumspflicht für alle Briten sowie ein Arbeitsverbot für zwei britische Hilfsorganisationen an. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks handelt es sich um die Westminster Stiftung und den Simbabwe-Demokratie-Trust.
Mugabe antwortete damit auf die Sanktionen der EU sowie auf neue Visa-Bestimmungen für Bürger von Simbabwe in Großbritannien. Insgesamt soll es sich um eine Liste von 120 britischen Politikern handeln, für die in Simbabwe Einreiseverbot besteht. Eventuelles Vermögen in Simbabwe soll eingefroren werden. Die EU hatte im Februar die Auslandskonten Mugabes und seiner Minister sperren lassen sowie Entwicklungshilfe-Geld eingefroren.
Simbabwe ist durch Präsident Mugabes chaotische Landreform sowie eine manipulierte Wahl im März in die internationale Isolierung und den wirtschaftlichen Niedergang mit dreistelliger Inflationsrate sowie akuten Versorgungsengpässen geraten. Zahlreiche Simbabwer versuchen nach britischen Berichten, in Großbritannien Asyl zu beantragen.