Verteidigung USA starten Seemanöver vor Südkorea
Seoul - Die USA sind derzeit massiv vor der koreanischen Halbinsel präsent: Die amerikanischen Streitkräfte haben am Donnerstag zusammen mit Südkorea und Japan ein Seemanöver gestartet. Zweck der zweitägigen Übung in internationalen Gewässern sei es, die Zusammenarbeit für die Katastrophenhilfe und künftige Aktivitäten zur Seesicherheit zu stärken, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Schießübungen seien dabei nicht geplant. Nordkorea hatte das Seemanöver zuvor als "rücksichtlose Provokation" kritisiert.
Es ist eine von drei Militärübungen, die die USA in den nächsten Tagen in Südkorea oder vor der Küste des ostasiatischen Landes veranstalten. An diesem Freitag wollen amerikanische und südkoreanische Einheiten auf einem Truppenübungsplatz nahe der Landesgrenze zum kommunistischen Nordkorea ihre bisher größte gemeinsame Schießübung abhalten. Direkt im Anschluss an das trilaterale Seemanöver wollen die USA zudem mit der südkoreanischen Marine eine bilaterale Übung im Gelben Meer beginnen.
Bei der Seeübung mit Japan beteiligen sich den Angaben zufolge auch Zerstörer und Schiffe zur Logistikunterstützung. Der US-Flugzeugträger "George Washington" sollte sich am Freitag anschließen. Der Flugzeugträger wird auch an dem geplanten Seemanöver mit Südkorea im Gelben Meer teilnehmen.
Nordkorea hatte zuletzt wiederholt scharfe Töne angeschlagen und unter anderem mit einem "Heiligen Krieg" gegen den Süden gedroht. Das Regime in Pjöngjang wirft den USA und Südkorea regelmäßig vor, durch ihre Militärübungen einen Angriff vorzubereiten. Das wird von beiden Ländern bestritten.