Berliner Spitzenkandidaten: Sibyll Klotz geht für die Grünen ins Rennen - DER SPIEGEL
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Berliner Spitzenkandidaten Sibyll Klotz geht für die Grünen ins Rennen

Als letzte Partei haben auch die Berliner Grünen ihre Spitzenkandidatin für die Neuwahlen des Senats im Herbst festgelegt: Gegen den CDU-Kandidaten Frank Steffel, Klaus Wowereit von der SPD und Gregor Gysi, der für die PDS ins Rennen geht, wird Sibyll Klotz antreten.
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Berlin - Klotz wird ihre Kandidatur offiziell am Mittwochvormittag auf einer Pressekonferenz im Abgeordnetenhaus bekannt geben, erklärte eine Sprecherin der Partei am frühen Morgen. Die 39 Jahre alte Ost-Berlinerin Klotz hatte zuweilen schon an zwei Fronten zu kämpfen. Die Berliner CDU unter Klaus Landowsky wollte ihr immer wieder das Etikett der "Altkommunistin" anhängen. Tatsächlich war die promovierte Philosophin von 1983 bis 1989 SED-Mitglied. Verheimlicht hat sie es nie; es ist auch im Handbuch des Abgeordnetenhauses verzeichnet. Ihr Bruch kam in der Wendezeit, heute distanziert sich Klotz von den Nostalgie-Strömungen in der PDS.

Schwerpunkte: Arbeitsmarkt- und Frauenpolitik

Innerhalb ihrer eigenen Partei galt die Grünen-Politikerin bei ihrem Aufstieg Mitte der 90er Jahre noch als doppelte Quotenfrau - weiblich und aus dem Osten. In diesem Jahr war dagegen schon Wochen vor der Nominierung so gut wie klar, dass Sibyll Klotz die Grünen in den Wahlkampf führen würde. Die arbeitsmarkt- und frauenpolitische Sprecherin der Grünen setzte sich durch.

Am Wochenende hatten SPD, Grüne und PDS den Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) gestürzt. Sein Amt übernahm SPD- Fraktionschef Klaus Wowereit, der auch als Spitzenkandidat seiner Partei bei den Wahlen antritt. Die CDU schickt ihren Fraktionschef Frank Steffel ins Rennen. Für die PDS kandidiert Gregor Gysi.

Unterdessen geht die Suche nach einem Termin für die Neuwahlen weiter. Während SPD, Grüne und PDS nach wie vor den 23. September favorisieren, war bei der Berliner CDU keine klare Linie für ein Datum erkennbar.

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