Spendenaffäre: Hessen-CDU verbuchte 190.000 Mark falsch - DER SPIEGEL
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Spendenaffäre Hessen-CDU verbuchte 190.000 Mark falsch

Das Finanzgebaren der hessischen CDU wird immer dubioser. Experten fanden in dem angeblich schon korrigierten Wirtschaftsbericht der Partei erneut stattliche Spenden, die falsch verbucht waren.
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Wiesbaden - Kleinspenden in einer Gesamthöhe von 190.000 Mark seien nicht als Spenden, sondern als sonstige Einnahmen verbucht worden, sagte der Wirtschaftsprüfer Karl-Heinz Barth am Donnerstag bei einer Sitzung des Untersuchungsausschusses zur CDU-Finanzaffäre im Wiesbadener Landtag. Seine Kanzlei habe die hessische CDU bereits früher auf den Fehler aufmerksam gemacht. Auf Drängen der Wirtschaftsprüfer der Bundes-CDU sei der Bericht aber nicht geändert worden.

Der SPD-Obmann im Untersuchungsausschuss, Jürgen Walter, nannte das Finanzgebaren der Union "mehr als erstaunlich". Obwohl schon am 10. Dezember bekannt war, dass die "sonstigen Einnahmen" in Wahrheit Spenden gewesen seien, habe Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) noch am 16. Dezember vor dem Landtag erklärt, in der Buchführung seiner Partei sei alles in Ordnung. "Nahezu täglich gibt es neue Zweifel an der Glaubwürdigkeit Roland Kochs." Der Posten "sonstige Einnahmen" habe der CDU offenbar als "Einfallstor für Schwarzspenden" gedient, sagte der Grünen-Obmann Rupert von Plottnitz.

Der Obmann der CDU, Stefan Grüttner, erklärte dagegen, der Vermerk biete keinen Hinweis darauf, dass Geldströme bei der CDU außerhalb der ordnungsgemäßen Buchführung geflossen seien.