Anti-Terror-Aktion bei Aachen Polizei will sich "angemessen" entschuldigen
Spezialeinheitskommando in Alsdorf: Männer fälschlicherweise festgenommen
Foto: Sascha Steinbach/ Getty ImagesMit einem Großaufgebot an Einsatzkräften rückte die Polizei am Dienstag in Alsdorf bei Aachen an. Dort wurde einer der mutmaßlichen Attentäter von Paris vermutet. Doch die sieben Menschen, die im Laufe des Einsatzes festgenommen wurden, haben mit der Terrorserie nichts zu tun. Nun will sich die Polizei "angemessen" und "zeitnah" bei ihnen entschuldigen, kündigte ein Sprecher an.
Geplant sei eine schriftliche Entschuldigung, hieß es weiter. Daneben wolle die Polizei ihr Vorgehen in persönlichen Begegnungen mit den fälschlicherweise Festgenommenen erklären und begründen.
Die Personen wurden inzwischen alle wieder freigelassen. Es habe sich herausgestellt, dass einer von ihnen einem mit Haftbefehl gesuchten Terroristen sehr ähnlich sehe, teilte die Polizei mit.
Eine Verkäuferin im Saarland hatte geglaubt, den mutmaßlichen Terroristen Salah Abdeslam in einem Auto mit Aachener Kennzeichen erkannt zu haben. Sie notierte die Nummer, die die Polizei nach Alsdorf führte. "Leider ist es nicht der, auf den wir alle gehofft hatten", sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) zu der Aktion.