Abgaben Wieczorek-Zeul will Uno-Steuer
Hamburg - Künftig müsse es auch globale Steuerquellen für öffentliche Güter wie Frieden und Sicherheit oder dem Schutz vor Seuchen geben, fordert Wieczorek-Zeul nach Angaben der "Financial Times Deutschland". Die Staatengemeinschaft müsse daher unvoreingenommen prüfen, welche Einnahmequellen man nutzen könne. Eine weltweite Steuer könne den Vereinten Nationen von den bisherigen Länderbeiträgen unabhängige Einkünfte verschaffen.
Als Beispiel nannte Wieczorek-Zeul eine Steuer für Devisentransaktionen, wie sie seit Jahren von der globalisierungskritischen Organisation Attac gefordert wird. Die Ministerin, auch Vizechefin der Sozialdemokraten, schlägt ihre Idee für das neue SPD-Grundsatzprogramm vor. Mehrere EU-Staaten haben bereits dafür plädiert, durch eine neue Steuer auf Flugbenzin mehr Geld für Entwicklungspolitik zu erheben.