Abtreibungsdiskussion: Ratzinger macht gegen "Donum Vitae" mobil - DER SPIEGEL
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Abtreibungsdiskussion Ratzinger macht gegen "Donum Vitae" mobil

Der Vatikan lässt im Streit um die Schwangerenkonfliktberatung nicht locker. Der Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, soll jetzt von den deutschen Kirchen-Mitarbeitern gefordert haben, sich klar von dem Verein "Donum Vitae" zu distanzieren.
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Köln - Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, verlangt der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, in einem Brief an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie kirchliche Institutionen sollten sich klar vom Verein "Donum Vitae" abgrenzen. Die Bischöfe sollten dazu "gangbare Wege" einschlagen. In der Konsequenz könnten laut Zeitung bei "Donum Vitae" Engagierte nicht mehr in kirchlichen Gremien mitarbeiten. Der Brief soll allen Bischöfen bekannt sein.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Hans Joachim Meyer, warnte in der Zeitung davor, gegen Laien vorzugehen, die sich in dem Verein für eine katholisch motivierte Schwangerenberatung einsetzten. "Wer glaubt, katholische Christen in ihrem verbrieften Rechten hindern zu können, wird einen Sturm in die deutsche Kirche tragen", sagte Meyer.

"Donum Vitae"-Vorstandsmitglied Christa Nickels (Grüne) bezeichnete es in dem Blatt als "skandalös, wie hier von Rom immer wieder nachgetreten wird gegen Katholiken, die sich für Frauen in Notlagen einsetzen".