Hilfe beim Wahlkampf AfD will Kontakt zu Rechtsextremen nicht bestrafen
Bildschirm mit dem Wahlplakat der AfD Sachsen-Anhalt
Foto: Peter Endig/ dpaEr brauchte Unterstützung beim Wahlkampf - und bekam diesen offenbar von rechts: Attila Sonal, Vorstandsmitglied der rheinland-pfälzischen AfD, soll sich im Wahlkampf von Rechtsextremen Hilfe geholt haben. Nun hat seine Partei entschieden, deshalb keine disziplinarischen Maßnahmen gegen ihn einzuleiten, wie ein Sprecher des Landesverbandes sagte.
Attila Sonal habe glaubhaft dargelegt, dass der Kontakt nicht beabsichtigt gewesen sei, hieß es zu der Entscheidung. Zudem habe er die Partei über die politische Orientierung seiner Kontaktpersonen informiert, sobald er davon erfahren habe.
Sonal soll sich nach Informationen des "Stern" regelmäßig mit Ulrike Reinhardt von den "Pfälzer Spaziergängern" getroffen haben. Die Gruppe wird nach Einschätzung von Verfassungsschützern von der NPD dominiert. Außerdem sei der Pirmasenser Republikaner-Stadtrat Andreas Burkhardt vor der Landtagswahl am 13. März in die Verteilung von AfD-Flugblättern involviert gewesen.
Der AfD-Landesvorsitzende Uwe Junge hatte sich von Rechtsextremisten distanziert und erklärt, Sonal habe im Wahlkampf Unterstützungsbedarf beim Verteilen von Flugblättern und dem Anbringen von Plakaten gehabt und sich unter anderem von Sympathisanten helfen lassen. Burkhardts Hintergrund sei den Handelnden unbekannt gewesen. Ein Antrag Reinhardts auf Parteimitgliedschaft sei abgelehnt worden.