Afghanistan-Einsatz: Grünen-Politikerin will Bundeswehr auch in den gefährlichen Süden schicken - DER SPIEGEL
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Afghanistan-Einsatz Grünen-Politikerin will Bundeswehr auch in den gefährlichen Süden schicken

Die Grünen-Politikerin Angelika Beer hat ein Bundeswehr-Engagement auch im gefährlichen Süden Afghanistans gefordert. Jeder müsse bereit, sich im ganzen Land zu engagieren.
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Berlin - Bei der Umsetzung einer solchen Strategie "muss jeder bereit sein, sich im ganzen Land zu engagieren, also die Deutschen auch im Süden", sagte Beer dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der Friede in Afghanistan sei aber durch mehr Militär alleine nicht mehr zu gewinnen. Nötig sei wesentlich mehr Geld für die Drogenbekämpfung und den zivilen Wiederaufbau.

"Für mich ist völlig klar, dass das Bündnis diese Strategie dann gemeinsam umsetzen muss", sagte die Verteidigungsexpertin. "Deutschland steht wie alle Bündnispartner in der Verantwortung, ein endgültiges Versinken des Landes in einen Krieg zu verhindern."

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) räumte unterdessen laut "Welt" in einer Diskussion mit der FDP-Fraktion ein, dass die deutschen Tornado-Piloten im Falle eines Absturzes oder Abschusses von kanadischen oder US-Einheiten geborgen werden müssten. Die Fähigkeiten zum "bewaffneten Such- und Rettungsdienst" befänden sich erst im Aufbau und hätten sich durch Schwierigkeiten bei der Lieferung neuer Hubschrauber verzögert, erklärte das Verteidigungsministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.

Such- und Rettungsfähigkeiten seien "ein integraler Bestandteil multinationaler Planungen und der Einsatzführung", heißt es dort. Allerdings sind Flugzeuge und Hubschrauber bei den internationalen Isaf-Einheiten in Afghanistan knapp. Laut Verteidigungsministerium hat sich der Auslieferungsbeginn der benötigten Hubschrauber vom Typ NH 90 um mehrere Jahre verzögert.

als/AFP