Altersvorsorge: Eichel will Häuslebauer fördern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Altersvorsorge Eichel will Häuslebauer fördern

Die Bundesregierung prüft, ob der Bau eines Eigenheims als Rücklage für den Ruhestand anerkannt werden kann. Der Hausbau diene "sicherlich der Altersversorgung", sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Man prüfe die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderung im Rahmen der Rentenreform, sagte Eichel der "Welt am Sonntag". Ansonsten bleibe die Regierung aber in ihrem Entwurf dabei, kein Vorsorgemodell zu fördern, das nur eine Einmalzahlung anstatt einer unbegrenzten Zahlung vorsehe.

Nach Eichels Worten sollten nur Rentenversicherte in den Genuss von Zulagen kommen, die "die Beiträge für die Zusatzvorsorge nicht selbst aufbringen" könnten. Mit der Anerkennung des Hausbaus als Altersvorsorge kommt die Regierung der FDP entgegen, die in den Rentenkonsensgesprächen unter anderem auch auf eine entsprechende Förderung bestanden hatte.

In seinem Rentenmodell schlägt Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) den Aufbau einer privaten Altersvorsorge vor. Der freiwillige Beitrag dafür soll vom Jahr 2008 an vier Prozent des Bruttoeinkommens betragen. Von diesem Zeitpunkt an will die Regierung die private Altersvorsorge mit jährlich rund 20 Milliarden Mark fördern. Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen sollen aus den Mitteln Zulagen und steuerliche Erleichterungen erhalten.