Angela Merkel: Sie will, sie will, sie will - DER SPIEGEL
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Angela Merkel Sie will, sie will, sie will

Angela Merkel lässt sich nicht beirren. Trotz zahlreicher Attacken aus der eigenen Partei hat die CDU-Vorsitzende ihren Anspruch auf die Kanzlerkandidatur bekräftigt.
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Hamburg - "Ich möchte am Ende des Jahres 2001 nicht am Ende meines politischen Weges sein“, sagte sie im Gespräch mit dem SPIEGEL.

Auf die Frage, ob die Gesellschaft schon reif für eine Kanzlerin sei, antwortete die CDU-Chefin: "Im Grundsatz ja.“ Ähnlichkeiten und Bezüge zu lebenden Personen seien aber rein zufällig, so Merkel. Auf Spekulationen, wonach die Kanzlerkandidatur bis zum 20. Januar entschieden werden solle, ging sie nicht ein. "Edmund Stoiber und ich machen Anfang des Jahres einen Vorschlag“, sagte die CDU-Vorsitzende. Das sei eine Absprache, die den beiden Parteivorsitzenden eine große Verantwortung in die Hand gebe. "Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst“, fügte sie hinzu.

Als Parteivorsitzende müsse sie "bestimmte Entscheidungen allein treffen und sie dann auch verantworten“. Den Vorwurf der Konfliktunfähigkeit wies die CDU-Chefin von sich: "Ich glaube nicht, dass die Frage ausgerechnet an mich besonders treffend ist. Mächtige, die nicht über die Fähigkeit zur direkten Auseinandersetzung verfügen, sind keine wirklich Mächtigen.“

Seit ihrem Amtsantritt habe sich in der Partei das Gefühl verstärkt, dass die Union die Bundestagswahl 2002 gewinnen könne, sagte Merkel. Im Wahlkampf wolle sie sich vor allem um die Renter und die Frauen zwischen 30 und 50 Jahren bemühen. Altkanzler Helmut Kohl sei nach wie vor "sehr wichtig für die Identität der CDU“. Zigtausende Parteimitglieder würden ihre politische Leistung eng in der Bindung an Helmut Kohl betrachten. "Es wäre völlig falsch, das nicht zu achten“, sagte Merkel. Ihr eigenes Verhältnis zu Kohl bezeichnete sie als gut. "Ich frage ihn auch um Rat“, fügte die CDU-Vorsitzende hinzu.