Asylbewerber: Reservistenverband ruft zum Flüchtlingsdienst auf - DER SPIEGEL
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Bundeswehr Reservistenverband ruft zum Flüchtlingsdienst auf

Soldaten helfen bei der Registrierung von Flüchtlingen, bauen Zeltlager auf, räumen Kasernen. Jetzt werden auch die Bundeswehr-Reservisten mobilisiert - sie sollen den überlasteten Behörden helfen.
Reservisten in Sachsen: "Beispiellose Situation, vor der Deutschland jetzt steht"
Reservisten in Sachsen: "Beispiellose Situation, vor der Deutschland jetzt steht"

Reservisten in Sachsen: "Beispiellose Situation, vor der Deutschland jetzt steht"

Foto: Arno Burgi/ picture alliance / dpa
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Roderich Kiesewetter, Präsident des Reservistenverbandes, hat alle ehemaligen Bundeswehrsoldaten in einem Schreiben zur Mithilfe aufgerufen. Die Ex-Soldaten könnten in dieser "beispiellosen Situation, vor der Deutschland jetzt steht" helfen, schreibt Kiesewetter in einem Brief an die "Kameradinnen und Kameraden". 

Kiesewetter zählt darin konkrete Möglichkeiten auf: "Ihr Engagement wäre insbesondere erforderlich: in Sammel- bzw. Warteräumen, in den Flüchtlingsverteilerzentren, in den Flüchtlingserstaufnahmestellen, im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) und seinen Außenstellen sowie bei Bedarf in Kommunen, Landkreisen, Regierungsbezirken usw., sofern dort Unterstützungsleistungen durch aktive Truppenteile erbracht werden." Der Verband hat nach eigenen Angaben 110.000 Mitglieder.

Die Behörden klagen seit Monaten über die kaum zu bewältigende Arbeit. Fast 300.000 unbearbeitete Anträge haben sich mittlerweile etwa im Bamf aufgestaut.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte Mitte September dem SPIEGEL gesagt: "Das Land kann darauf zählen, dass die Bundeswehr unterstützt." Soldaten helfen dem Bamf bereits bei der Bewältigung der Asylverfahren, bauen Zeltstädte mit auf, räumen Kasernen oder transportieren Flüchtlinge in die Unterkünfte.

heb