Atom-Proteste: Greenpeace startet Störaktionen - DER SPIEGEL
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Atom-Proteste Greenpeace startet Störaktionen

Schon bei den Atomtransporten nach Gorleben und nach La Hague leisteten Demonstranten Widerstand. Jetzt versuchen Greenpeace-Aktivisten einen neuen Transport in die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield zu verhindern.
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Mannheim - Nach Angaben der Umweltschutzorganisation ketteten sich mehrere Aktivisten im Mannheimer Bahnhof Seckenheim an drei Spezialwaggons. Mit ihnen sollen an diesem Dienstag abgebrannte Brennstäbe in Neckarwestheim abgeholt und ins britische Sellafield gebracht werden.

Beamte des Bundesgrenzschutzes lösten wenig später die Atomgegner von den Gleisen und trugen sie fort. Wie ein Sprecher mitteilte, nahmen insgesamt elf Personen an der Aktion teil. Zehn Aktivisten hatten den Angaben zufolge Rohre unter den Gleisen durchgeschoben und sich daran festgemacht, eine weitere Umweltschützerin benutzte ein Bügelschloss. Gegen vier seien bereits Platzverweise ausgesprochen worden.

Greenpeace hält die britische Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield für umweltgefährdend und risikoreich. Die Umweltschutzorganisation fordert vom Betreiber des Kernkraftwerks Neckarwestheim, keine abgebrannten Brennstäbe mehr nach Sellafield zu transportieren.

Bereits am Sonntag hatten in Kirchheim (Kreis Ludwigsburg) mehrere hundert Menschen gegen den bevorstehenden Transport von Atommüll demonstriert. Die Proteste waren von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet worden. Zu Zwischenfällen kam es nach Polizeiangaben nicht.