Atomenergie Stromwirtschaft zu Konsens bereit
Berlin - Die Unternehmen seien bereit, "freiwillige Vereinbarungen über den Umfang des künftigen Betriebs" ihrer Kraftwerke zu treffen, sagte der Vorstandschef der Bayernwerk AG, Otto Majewski, am Donnerstag auf der Wintertagung des Deutschen Atomforums in Berlin.
Es gebe "sinnvolle Ansätze", über die man reden können, erklärte Majewski, ohne Einzelheiten zu nennen. Eine starre Befristung der Kernkraftwerkslaufzeiten auf 30 Jahre werde es mit der Wirtschaft aber nicht geben. Falls die rot-grüne Koalition dies per Gesetz durchsetzen wolle, lasse es die Branche auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will die im Sommer 1999 unterbrochenen Verhandlungen Ende kommender Woche mit den Chefs der vier größten Stromkonzerne fortsetzen. Die Regierung will die 19 deutschen Reaktoren spätestens nach einer Laufzeit von 30 Jahren vom Netz nehmen, hat den Unternehmen aber ebenfalls eine flexible Regelung angeboten, bei der moderne Atomkraftwerke länger laufen könnten, wenn dafür andere entsprechend früher stillgelegt würden.