Atommüll Der Mega-Transport rollt
Hamburg/Uelzen - Die Atomtransporte aus den Kraftwerken Brunsbüttel und Stade sind seit Mittwochmorgen ungehindert auf der Strecke über Bremen zur französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague unterwegs. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Hamburg. Unterdessen demonstrierten rund 200 Atomkraftgegner im Raum Uelzen auf der Bahnstrecke Hamburg-Hannover, sagte ein Polizeisprecher. 60 Demonstranten sitzen den Angaben zufolge auf den Gleisen, weitere 120 sind mit Bussen angereist, "machen aber noch nichts".
Im südpfälzischen Wörth sollten Atomtransporte aus fünf deutschen Kraftwerken zusammengestellt werden. 100 abgebrannte Brennelemente aus Stade und Brunsbüttel sowie Mülheim-Kärlich und Philippsburg sollten von dort mit der Bahn nach La Hague transportiert werden. Der Atomabfall aus dem Kraftwerk Neckarwestheim waren für die Anlage im britischen Sellafield bestimmt. Nach Einschätzung von Atomkraftgegnern ist es der "größte Atommülltransport aller Zeiten".