Autofreier Tag Kaum einer macht mit
Hamburg - In vielen Städten registrierte die Polizei bis zum Mittag keine Abnahme des Verkehrs. Aus dem Berufsverkehr wurden die üblichen Staus in und rund um die Großstädte gemeldet. Die Zahl der Fahrgäste bewegte sich in Bussen und Bahnen nach Angaben vieler Verkehrsbetriebe im üblichen Rahmen.
In Großstädten wie Hamburg, Frankfurt am Main und Stuttgart rollten die Autos wie an anderen Werktagen. "Ein Verkehrstag wie an jedem Freitag", sagte ein Sprecher der Polizei in Hamburg. In Frankfurt am Main und Kassel hieß es: "Der Verkehr brummt wie immer." In Berlin protestierten die Grünen gegen die Entscheidung des Senats, den Autofreien Tag von einem Werktag auf Sonntag zu verlegen. Aus Protest riegelten sie am Vormittag vorübergehend das Brandenburger Tor ab.
Der Autofreie Tag unter dem Motto "In die Stadt - ohne mein Auto!" war im Februar unter anderem von der EU-Kommission initiiert worden. Für Freitag hatten mehr als 800 europäische Städte, davon 170 in Deutschland, ihre Bürger aufgerufen, das Auto stehen zu lassen.
Die meisten Aktionen der Umweltschützer sollen am Nachmittag beginnen. Viele Kommunalpolitiker ließen demonstrativ den Dienstwagen stehen. Der Hamburger Umweltsenator Alexander Porschke (GAL) wollte einen Elefanten als alternatives Fortbewegungsmittel testen, SPD- Fraktionschef Holger Christier sich mit einer Fahrrad-Rikscha durch Hamburg kutschieren lassen.
In Düsseldorf und Stuttgart versuchten Nahverkehrsbetriebe Autofahrern mit Überraschungspaketen den Umstieg auf Bus oder Bahn schmackhaft zu machen. Die Aktion der Düsseldorfer Rheinbahn und des Verbandes Region Stuttgart habe guten Anklang gefunden. Einen Anstieg der Zahl der Fahrgäste habe es aber nicht gegeben.