Bayerisches Lexikon: "Derblecken" - DER SPIEGEL
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Bayerisches Lexikon "Derblecken"

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Der bayerische Dialekt-Begriff "derblecken" bedeutet, jemanden aufs Korn zu nehmen - wie dies traditionell beim Starkbieranstich mit viel Politik-Prominenz auf dem Münchner Nockherberg geschieht. Eine sozusagen "amtliche" Definition des Wortes "derblecken" - der Altbayer spricht es "dablecka" aus - lieferte der "Förderverein Bairische Sprache und Dialekt". Danach lässt sich "derblecken" am ehesten mit "mehr oder weniger scherzhaft verspotten" ins Hochdeutsche übersetzen.

Ein Meister im "Derblecken" war das bayerische Original Roider Jackl (1906-1965). Er schaffte es, an einem Abend aus dem Stegreif zu einem Refrain Dutzende von "Gstanzln" zu singen, meistens Zweizeiler, in denen er Eigenwilligkeiten von Prominenz aus Politik und Gesellschaft bissig, aber nie verletzend aufs Korn nahm.