Bayern Sofortprogramm gegen BSE
München - Als Konsequenz aus dem ersten BSE-Fall im Freistaat stellt die bayerische Landesregierung zusätzlich 20 Millionen Mark für Forschung und Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. Das Kabinett verabschiedete ein Sofortprogramm zur Bekämpfung des Rinderwahns. Das Ergebnis der Gegenprobe von den beiden Verdachtsfällen aus der Oberpfalz liegt nach Angaben von Gesundheitsministerin Barbara Stamm vorerst aber noch nicht vor.
Es sei auch noch nicht endgültig entschieden, was mit den Rindern aus dem Stall in Sulzberg im Oberallgäu passieren soll. Dort war der bisher einzige bestätigte BSE-Fall in Bayern aufgetreten. Das Kabinett begrüße den Vorschlag der tierärztlichen Fakultät der Münchner Universität, nicht alle Rinder zu vernichten, sondern einen Teil der Herde in einem Quarantänestall wissenschaftlich zu beobachten, fügte Stamm hinzu. Dazu werde am Donnerstag in der Staatskanzlei ein Gespräch mit Wissenschaftlern stattfinden.
Um die Rinder der Herde zu Wissenschaftszwecken zu nutzen, ist laut Stamm jedoch eine Gesetzesänderung notwendig. Bayern werde daher Gespräche mit der Bundesregierung führen.