Beileidsbekundung: Bush telefoniert mit Schröder - DER SPIEGEL
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Beileidsbekundung Bush telefoniert mit Schröder

US-Präsident George W. Bush hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) persönlich seine Anteilnahme zum Tod von vier Bundeswehrsoldaten in Kabul ausgesprochen. Seit dem Beginn ihre Streits über die Irak-Frage hatten die beiden Politiker nicht mehr miteinander telefoniert.
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Berlin - Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) sagte am Samstag , Bush habe mit dem Kanzler telefoniert und das Beileid des amerikanischen Volkes übermittelt. Wie Schröder habe Bush festgestellt, dass der Kampf gegen den Terrorismus nicht beendet sei. Schröder und Bush hätten die gemeinsame besondere Verantwortung Deutschlands und der USA für Afghanistan bekräftigt, "um das Land wieder zu einem stabilen demokratischen Staat zu machen und nicht mehr zum Ausgangspunkt von Terrorismus".

Es war das erste Mal seit dem deutsch-amerikanischen Streit wegen des Irak-Kriegs, dass Bush mit Schröder telefonierte. Eine Verbesserung der angespannten Beziehungen beider Staatsmänner hatte sich in der abgelaufenen Wochen beim Gipfeltreffen der acht wichtigsten Industrienationen und Russlands (G8) bereits angedeutet.

Auch Schröder hatte das gemeinsame Engagement in Afghanistan genutzt, um die Beziehungen zu den USA wieder zu entkrampfen. Im Mai hatte sich der Kanzler überraschend beim Besuch von US-Außenminister Colin Powell offen für eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gezeigt, nachdem die Bundesregierung sich zuvor unter Hinweis auf die labile Sicherheitslage lange gegen die von den USA und Afghanistan geforderte Ausweitung gewandt hatte.