Berater-Verträge: Struck in der Klemme - DER SPIEGEL
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Berater-Verträge Struck in der Klemme

Verteidigungsminister Struck hat mehr Verträge mit dem Unternehmensberater Roland Berger abgeschlossen als bisher bekannt. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen insgesamt 16 Kontrakte abgeschlossen worden sein, zwölf davon in der Amtszeit von Struck. Nur in einem Fall habe es eine Ausschreibung gegeben.
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Hamburg - Bei den 16 Verträgen geht es insgesamt um eine Honorarsumme von 14,3 Millionen Euro, berichtet die "Bild"-Zeitung. Bisher hatte das Verteidigungsministerium den Eindruck erweckt, die meisten Verträge seien noch von Strucks Vorgänger Rudolf Scharping auf den Weg gebracht worden.

CDU-Haushaltsexperte Dietrich Austermann sagte: "Der Fall Gerster ist gegen die Struck-Affäre nur ein kleiner Fisch. Jetzt müssen alle Beraterverträge des Verteidigungsministers auf den Tisch! Dann wird entschieden, ob der Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss einsteigen muss."

Wie "Bild" weiter berichtet, drohe Struck von der Opposition noch zusätzlicher Ärger, weil er den früheren Manager des Rüstungskonzerns EADS, Werner Heinzmann, zum Geschäftsführer seines "Modernisierungsboards" bestellt habe. Laut Ministeriumserlass habe er die Aufgabe: "Einladungen zu Sitzungen, Vorbereitung der Tagesordnungen, Überwachung der Einhaltung vorgegebener Ziele und die Erarbeitung von Vorschlägen für erforderliche Korrekturmaßnahmen."

Wie die Zeitung unter Berufung auf Ministeriumskreise weiter schreibt, soll Heinzmann 400.000 Euro im Jahr erhalten. Ein Ministeriumssprecher wollte das der Zeitung nicht bestätigen und erklärte nur: "Ein Vertrag mit Vergütungsregelung wurde bislang nicht geschlossen."