Berlin: Brandanschlag auf Synagoge - DER SPIEGEL
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Berlin Brandanschlag auf Synagoge

Unbekannte Täter haben einen Anschlag auf eine Synagoge in Berlin-Kreuzberg verübt. Das jüdische Gotteshaus war schon im Oktober 2000 Ziel eines Attentats gewesen.
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Berlin - Gegen 21.35 Uhr warfen die Täter am Sonntagabend eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit und einer brennenden Lunte von einem Nachbargrundstück in Richtung der Synagoge. Der Molotowcocktail zerschellte auf dem Rasen des Synagogen-Geländes. Brenner erklärte, Sicherheitskräfte hätten größeren Schaden verhindert. Der Brandsatz konnte gelöscht werden. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz der Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

Bislang gebe es keine Hinweise auf die Täter, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Die Jüdische Gemeinde zu Berlin verurteilte den Anschlag auf das Schärfste. Der Angriff stehe in einer Reihe von jüngsten Angriffen auf zwei orthodoxe Juden am Kurfürstendamm und auf zwei Frauen, die einen Davidstern trugen, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Alexander Brenner. Die Gemeinde sei erschüttert. Es war bereits der zweite Angriff auf die Synagoge innerhalb von anderthalb Jahren. Unbekannte hatten in der Nacht zum 6. Oktober 2000 Pflastersteine auf das Gebäude geschleudert. Zwei Fensterscheiben im Eingangsbereich waren damals zerstört worden.

Die Synagoge am Fraenkelufer war 1913 bis 1916 erbaut worden. Sie bot ursprünglich Platz für bis zu 2000 Besucher. Heute besteht nur noch der Seitenflügel des im neoklassizistischen Stil errichteten Gebäudes.