Berlin Diepgen bleibt CDU-Chef
Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen ist zum neunten Mal zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt worden. Bei einem Landesparteitag erhielt er am Samstag mit fast 90 Prozent eines der besten Ergebnisse als CDU-Chef. Diepgen führt die Berliner CDU seit 1983. Bei der letzten Wahl vor zwei Jahren hatte er nur 62,2 Prozent erreicht. Für Diepgen votierten 332 Delegierte, 38 stimmten gegen ihn und fünf enthielten sich.
In seiner mit viel Beifall bedachten Rede kritisierte Diepgen die CDU-Bundespolitiker, die die Partei mit der Spendenaffäre in die existenzbedrohende Krise gestürzt hätten. "Wir lassen uns doch unseren Stolz nicht nehmen, weil einige Idioten Unsinn gemacht haben." Bei der Neuwahl des CDU-Bundesvorstands solle man nicht in Hektik verfallen, sondern in Ruhe intern diskutieren und im April eine handlungsfähige Führungsmannschaft bestimmen, die unbelastet ist und Aufbruch und Bewahrung gleichermaßen verkörpert. Mit dem designierten Fraktionschef Friedrich Merz stehe ein hervorragender Kandidat zur Verfügung, der die gesamte Union repräsentiere und ein Fachmann auf den entscheidenden Feldern der Zukunft sei.