Berlin: Wieder Anschlag auf Synagoge - DER SPIEGEL
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Berlin Wieder Anschlag auf Synagoge

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Düsseldorf haben Unbekannte wieder ein jüdisches Gotteshaus angegriffen. In der Nacht warfen Täter Pflastersteine auf eine Berliner Synagoge.
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Berlin - Der Berliner Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Zwischen 2 und 3 Uhr hätten die Täter vier Steine in den Eingangsbereich des Gebäudes geworfen, teilten die Behörden mit. Dabei seien zwei Fensterscheiben zu Bruch gegangen.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Andreas Nachama, forderte die deutschen Sicherheitsbehörden bereits vor dem neuen Vorfall zu einem "beherzten und konsequenten" Vorgehen gegen rechtsextreme Gewalttäter in Deutschland auf.

Vertreter mehrerer Parteien wollen an diesem Freitag mit dem Besuch eines Sabbat-Gottesdienstes ein Zeichen der Solidarität setzen. Grünen-Chefin Renate Künast, FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle und die Berliner PDS-Landeschefin Petra Pau haben ihren Besuch in der Synagoge an der Pestalozzistraße in Berlin-Charlottenburg angekündigt.

Berlin hat heute wieder die größte jüdische Gemeinde Deutschlands. Rund 12.000 Juden - hauptsächlich aus Osteuropa - zogen in den vergangenen zehn Jahren in die Hauptstadt. 1933 lebten etwa 170.000 Menschen jüdischen Glaubens in Berlin.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat unterdessen zur Solidarität mit den jüdischen Gemeinden in unserem Land aufgerufen. Wenn jüdische Gemeinden angegriffen würden, sei die christliche Kirche, seien alle Menschen aufgefordert, unmissverständlich gegen den Antisemitismus Stellung zu beziehen. Internetnutzer können eine Erklärung  unterschreiben. Die Liste aller Unterzeichner wird in regelmäßigen Abständen an den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, übersandt.

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