Betrunken am Steuer: Koalition plant Wegfahrsperren für Alkoholsünder - DER SPIEGEL
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Betrunken am Steuer Koalition plant Wegfahrsperren für Alkoholsünder

Alkohol am Steuer - das könnte technisch bald unmöglich sein: Schwarz-Gelb plant laut einem Zeitungsbericht spezielle Wegfahrsperren. Wenn der Fahrer beim Atemtest durchfällt, verhindern die Geräte, dass das Fahrzeug anspringt.
Polizeikontrolle: Fahrer zur Vernunft bringen
Polizeikontrolle: Fahrer zur Vernunft bringen

Polizeikontrolle: Fahrer zur Vernunft bringen

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Uli Deck/ dpa

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Berlin - In den Koalitionsfraktionen von Union und FDP gibt es Überlegungen für die Einführung elektronischer Wegfahrsperren in den Autos von Alkoholsündern. Beide Fraktionen fordern einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" zufolge in einem gemeinsamen Antrag Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf, den Einsatz sogenannter Alkolocks zu prüfen.

Diese Atemmessgeräte sorgen dafür, dass der Motor des Fahrzeugs nicht anspringt, wenn der Fahrer zu viel getrunken hat. Schwarz-Gelb will dem Bericht zufolge so Fahrer zur Vernunft bringen, die wegen Trunkenheit am Steuer wiederholt aufgefallen sind.

Teil der Überlegungen sei, womöglich die Zeit des Führerscheinentzugs zu verkürzen oder Punkte in Flensburg zu erlassen, wenn sich Autofahrer ein solches Gerät in ihren Wagen einbauen lassen.

Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums sagte der Zeitung, man stehe dem freiwilligen Einsatz von Alkolocks aufgeschlossen gegenüber. Eine obligatorische Ausrüstung aller Kraftfahrzeuge oder eine Pflicht nur für bestimmte Personengruppen wie Berufskraftfahrer sehe man aber kritisch. Schließlich müsste dann jeder Halter ein solches Gerät einbauen, auch wenn er gar kein Alkoholproblem habe.

Die rund tausend Euro teuren Geräte sehen einem Navigationsgerät ähnlich, verfügen allerdings über ein Mundstück. Der Motor funktioniert erst, wenn der Fahrer gepustet hat und für fahrtüchtig befunden wird. Die Wegfahrsperren werden in anderen Ländern bereits erprobt oder eingesetzt.

ffr/dpa/dapd