Blockupy: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Nach Blockupy-Protesten Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung: Ein 23-Jähriger soll während der Krawalle des Blockupy-Bündnisses in Frankfurt Polizisten angegriffen haben. Nun sitzt er in U-Haft.
Brennende Autos bei Blockupy-Protesten: Die Krawalle eskalierten
Brennende Autos bei Blockupy-Protesten: Die Krawalle eskalierten

Brennende Autos bei Blockupy-Protesten: Die Krawalle eskalierten

Foto: Arne Dedert/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

150 verletzte Polizisten, sieben ausgebrannte und 55 beschädigte Polizeifahrzeuge, mehr als 200 verletzte Aktivisten - das ist die Bilanz der Ausschreitungen während der Blockupy-Proteste in Frankfurt. Rund sieben Wochen später hat die Staatsanwaltschaft nun einen Italiener angeklagt, der Polizisten angegriffen haben soll.

Der 23-jährige Student werde des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung beschuldigt, sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu. Der Beschuldigte soll aus einer Gruppe von 150 bis 200 Demonstranten in der Innenstadt vier Pflastersteine und eine leere Bierflasche auf Polizisten geworfen haben. Einer der Beamten aus Berlin sei dabei am Arm verletzt worden. Der 23-Jährige sitzt in U-Haft.

Etwa 17.000 Menschen hatten im März gegen die Neueröffnung der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt demonstriert. Bei den Protesten war es zu schweren Krawallen gekommen. Die Organisatoren, das kapitalismuskritische Blockupy-Bündnis, drückten sich bisher um die Verantwortung und behaupteten, sie hätten nichts mit den Krawallen zu tun.

kry/dpa