Bochumer Stadtwerke geben SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück recht - DER SPIEGEL
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Honorarstreit Bochumer Stadtwerke geben Steinbrück recht

25.000 Euro hat Peer Steinbrück 2011 für einen Auftritt beim "Atriumtalk" der Stadtwerke Bochum erhalten. Bislang behaupteten diese, der SPD-Kanzlerkandidat hätte das Honorar spenden müssen. Doch nun unterschrieben sie die von Steinbrück geforderte Unterlassungserklärung.
Peer Steinbrück: Reden ohne spenden zu müssen
Peer Steinbrück: Reden ohne spenden zu müssen

Peer Steinbrück: Reden ohne spenden zu müssen

Foto: Matteo Bazzi/ dpa
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Bochum - Im Streit mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück über die angeblich vereinbarte Spende eines Vortragshonorars haben die Bochumer Stadtwerke einen Rückzieher gemacht. Es habe keine Absprachen der Stadtwerke mit Steinbrück gegeben, teilte das Unternehmen am Sonntag auf seiner Homepage mit.  

Zuvor hatten die Stadtwerke behauptet, Steinbrück sei für seinen Auftritt beim "Atriumtalk" mit der Maßgabe eingeladen worden, das Honorar in Höhe von 25.000 Euro für karitative Zwecke zu spenden.

Das Unternehmen hat nun eine von Steinbrück geforderte Unterlassungserklärung unterzeichnet. Auf der Seite heißt es: "Wir bedauern, dass es in diesem Zusammenhang zu Irritationen gekommen ist."

Die Honorare der Veranstaltungsreihe würden zwar mit der Erwartung verknüpft, dass das Honorar ganz oder teilweise einem wohltätigen Zweck zugeführt werde. "Im konkreten Fall bei Herrn Steinbrück ist es jedoch versäumt worden, Herrn Steinbrück davon in Kenntnis zu setzen", heißt es weiter auf der Homepage der Stadtwerke. Es habe Kommunikationschwierigkeiten zwischen den Stadtwerken und dem Dienstleister gegeben, der die Veranstaltung organisiert und umgesetzt habe.

In den vergangenen Tagen hatte Stadtwerke-Sprecher Thomas Schönberg mehrfach erklärt, dass bereits in den Anbahnungsgesprächen für den Steinbrück-Auftritt eine Spendenvereinbarung angesprochen worden sei. Dies werde in der Gesprächsreihe "Atriumtalk" stets so gehandhabt.

Steinbrück, der in Bochum auf Vermittlung der Agentur Hellen Medien Projekte GmbH aufgetreten war, hatte diese Darstellung stets bestritten und war vor einigen Tagen schließlich juristisch gegen die Stadtwerke vorgegangen. Ein Sprecher des Politikers bestätigte einen "juristischen Kontakt" zwischen dem SPD-Politiker und den Stadtwerken.

kha/dapd