Brandenburg: Ex-Minister Speer mit 51 in den Ruhestand versetzt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Brandenburg Ex-Minister Speer mit 51 in den Ruhestand versetzt

Rainer Speer, einstiger Innenminister von Brandenburg, ist seit Ende Dezember im Ruhestand - im Alter von 51 Jahren. Laut Staatskanzlei hatte der Politiker nach seinem Rücktritt ein Rückkehrrecht in den Landesdienst. Es sei aber keine geeignete Stelle frei gewesen.
Ex-Minister Speer: Mit 51 in den Ruhestand
Ex-Minister Speer: Mit 51 in den Ruhestand

Ex-Minister Speer: Mit 51 in den Ruhestand

Foto: Nestor Bachmann/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Potsdam - Der ehemalige brandenburgische Innenminister Rainer Speer (SPD) ist Ende Dezember in den Ruhestand versetzt worden. Die Potsdamer Staatskanzlei bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des RBB.

Nach seinem Rücktritt als Minister hätte er laut Paragraf 4 des Brandenburgischen Ministergesetzes ein Rückkehrrecht in den Landesdienst gehabt. Da keine geeignete Position frei gewesen sei, habe er in den Ruhestand versetzt werden müssen, hieß es aus der Staatskanzlei.

Wie hoch die Ruhestandsbezüge des 51-Jährigen sind, wollte die Staatskanzlei unter Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte Speers nicht mitteilen. Im September 2010 hatte Speer sein Amt als Innenminister aufgegeben. Er hatte zugegeben, Vater eines unehelichen Kindes zu sein und jahrelang keinen Unterhalt gezahlt zu haben. Stattdessen hatte die Mutter Leistungen vom Staat bezogen.

Weitere Vorwürfe beziehen sich auf eine mögliche Einflussnahme auf die Verbeamtung seiner früheren Geliebten und auf Ungereimtheiten bei Immobiliengeschäften während Speers Zeit als Finanzminister von 2004 bis 2009.

ffr/dpa