Brandenburger Tor: Berlin verteidigt Verzicht auf Sankt-Petersburg-Beleuchtung - DER SPIEGEL
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Solidaritätsbeleuchtung am Brandenburger Tor Mal an, mal aus

Warum wurde das Brandenburger Tor nach dem Anschlag in Sankt Petersburg nicht in den russischen Farben angestrahlt? Der Berliner Senat verteidigt die Entscheidung, Kultursenator Lederer hat einen Vorschlag für die Zukunft.
Brandenburger Tor
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Brandenburger Tor

Foto: © Fabrizio Bensch / Reuters/ REUTERS
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Der Berliner Senat hat seine Entscheidung verteidigt, das Brandenburger Tor nach dem Anschlag in Sankt Petersburg nicht in den russischen Nationalfarben anzustrahlen.

"Man kann Kondolenz und Trauer auch ausdrücken, ohne das Brandenburger Tor zu beleuchten", sagte Senatssprecherin Claudia Sünder. Das Anstrahlen des Berliner Wahrzeichens bleibe weiterhin Städtepartnerschaften und Orten mit besonderem Bezug zu Berlin vorbehalten.

Zuletzt war das Wahrzeichen der Hauptstadt mehrmals nach Terroranschlägen in den Farben der jeweils betroffenen Nation angestrahlt worden, etwa nach Attentaten in Paris, Brüssel, London oder Istanbul. Bei allen handelt es sich um Partnerstädte Berlins.

Es gab jedoch auch andere Fälle. Nach einem Anschlag in Jerusalem habe man sich aufgrund des historischen Bezugs für ein Solidaritätszeichen entschieden, erklärte der Senat. Und nach dem Anschlag auf einen Gay-Club in Orlando habe Berlin als Stadt der Toleranz ein Zeichen setzen wollen - und das Tor in den Regenbogenfarben der Schwulenbewegung angestrahlt.

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Brandenburger Tor in Landesfarben: Trauern mit Licht

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Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sprach sich dafür aus, künftig ganz auf die Trauer-Anstrahlung zu verzichten. "Jede Entscheidung für eine Beleuchtung des Brandenburger Tors wirkt inzwischen faktisch als Entscheidung gegen eine andere, es sei denn, es wird nahezu täglich in Farben beleuchtet, die für jeden terrorbetroffenen Nationalstaat stehen", schrieb Lederer auf Facebook. Die Regel zu ändern, sei derzeit nicht vorgesehen, beschied die Senatssprecherin dagegen.

Auch Lederers Aufforderung, das Wahrzeichen für Sankt Petersburg ein letztes Mal anzustrahlen, konnte sich nicht durchsetzen. Der Senat habe sich darauf verständigt, das Beileid stattdessen durch einen Kondolenzbesuch zu bekunden, sagte Sünder.

Der Senat hatte sich am Montagabend dagegen entschieden, nach dem Anschlag mit mindestens 14 Toten in der Sankt Petersburger Metro das Brandenburger Tor in den russischen Nationalfarben anzustrahlen. Sankt Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, hieß es zur Begründung.

cht/dpa