Brief an Köhler: "Landshut"-Geisel kämpft gegen Begnadigung von Klar - DER SPIEGEL
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Brief an Köhler "Landshut"-Geisel kämpft gegen Begnadigung von Klar

Eine frühere Geisel der 1977 entführten Lufthansa-Maschine lehnt eine Begnadigung von Christian Klar ab. In einem Brief an Bundespräsident Horst Köhler fordert sie, den RAF-Terroristen nicht freizulassen.
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Hamburg - "Lassen Sie Christian Klar nicht frei", heiße es in dem Brief der heute 50-jährigen Beate Keller an Köhler, berichtet die "Bild"-Zeitung. Klar habe jedes Recht auf Gnade verwirkt. "Ich habe niemals von Klar oder Mohnhaupt eine Entschuldigung bekommen für die schrecklichsten fünf Tage meines Lebens", wird Keller zitiert.

Mit der Entführung der "Landshut" sollten 1977 inhaftierte RAF-Terroristen freigepresst werden. Die Elite-Einheit GSG 9 des Bundesgrenzschutzes stürmte am 18. Oktober in Mogadischu die Maschine und befreite die Geiseln. Am selben Tag begingen die zu lebenslanger Haft verurteilten Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Gefängnis Stuttgart-Stammheim Selbstmord.

Die am Montag angekündigte Freilassung von Klars Komplizin Brigitte Mohnhaupt habe sie empört. Die RAF-Terroristin war entscheidend an der Planung der Landshut- Entführung beteiligt.

Sie wolle nicht erleben, wie ihr die Täter von damals "in der Fußgängerzone begegnen. Wie sie in Talkshows über ihre "glorreiche Vergangenheit" erzählen - und dafür womöglich noch Geld kassieren dürfen."

als/AP/dpa