Bruno-Abschuss: Gabriel fordert Großwildmanagement - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bruno-Abschuss Gabriel fordert Großwildmanagement

Umweltminister Sigmar Gabriel hat europaweite Anstrengungen zum Schutz von Wildtieren gefordert. Der SPD-Politiker will damit Abschüsse wie im Fall des Braunbären "Bruno" verhindern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Auch diese Tiere haben ein Recht zu leben - nicht nur im Zoo, sondern in ihrer natürlichen Umgebung", zitierte die "Bild"-Zeitung Gabriel. Der Minister argumentierte demnach, man könne nicht den Afrikanern erzählen, sie sollten Elefanten und Löwen am Leben lassen "und dann die ersten Wölfe und Bären, die bei uns heimisch werden wollen, gleich vertreiben und erschießen".

Stattdessen solle sich die Bundesregierung "mit den Bundesländern und anderen EU-Staaten auf eine Art internationales Großwildmanagement einigen, wie mit Raub- und Wildtieren in Zukunft umgegangen werden soll".

Gabriel äußerte dem Bericht zufolge erneut Verständnis für die Entscheidung seines bayrischen CSU-Kollegen Werner Schnappauf, den streunenden Bären töten zu lassen. Er frage sich jedoch, ob es nicht auch möglich gewesen wäre, "Bruno" zu betäuben oder mit Hartgummigeschossen zu vergrämen. Er gehe davon aus, "dass die bayerische Staatsregierung ihre Entscheidung gut begründen kann", zitierte das Blatt Gabriel.

ler/AP