BSE Nächste Station Niedersachsen
Hannover - Die Kuh wurde nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover am Mittwoch geschlachtet. Bei drei Schnelltests seien BSE-Erreger nachgewiesen worden. Der konkrete Verdacht müsse nun noch in weiteren Untersuchungen der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen und des Veterinäruntersuchungsamtes in Oldenburg bestätigt werden, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag.
Bis die Ergebnisse der Tübinger Untersuchung vorlägen, gelte das Tier rechtlich als BSE-Verdachtsfall, betonte Anhalt. Mit dem Ergebnis aus Tübingen und mit der endgültigen Abklärung des BSE-Verdachts sei voraussichtlich Ende der Woche zu rechnen. Aus Datenschutzgründen könne der Name des Betriebes vor der Abklärung nicht genannt werden.
Nach Angaben des Ministeriums zeigte die 1996 geboren Kuh keine Symptome einer BSE-Erkrankung. Sie musste notgeschlachtet werden, nachdem sie am Mittwoch ein Kalb per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hatte und danach nicht wieder auf die Beine kam. Das Kalb lebe und habe ebenfalls keine Auffälligkeiten, sagte der Sprecher. Im Rahmen der vorgeschriebenen epidemiologischen Untersuchung durch das Veterinäruntersuchungsamt Oldenburg seien am Samstagabend in einem Schnelltest BSE-Prionen nachgewiesen worden. Auch die Wiederholungsprüfungen am Sonntag hätten den BSE-Verdacht bestätigt.
Der bäuerliche Betrieb im Landkreis Osnabrück mit insgesamt 341 Rindern und Kälbern wurde den Angaben zufolge noch am Samstagabend gesperrt. Jeder Abtransport von Tieren, Fleisch, Wurst, Milch und Futtermitteln aus dem Betrieb wurde untersagt. Gesperrt wurde auch der kleine Schlachtbetrieb, in dem die Notschlachtung durchgeführt worden war. In dem Betrieb sei danach noch ein Kalb von einem anderen Hof geschlachtet worden. Das Fleisch dieses Kalbes habe man sicher gestellt, teilte das Ministerium mit.