BSE-Sonderkonferenz Landesminister beraten über Lebensmittelsicherheit
Bremen - Bremens Gesundheitssenatorin Hilde Adolf (SPD) will nach Informationen der "Bremer Nachrichten" ein Programm vorlegen, das einschneidende Veränderungen in Sachen Verbraucherschutz zur Folge hätte.
Adolfs Vorschlag sieht vor, dass die BSE-Schnelltests auf alle Schlachtrinder ausgeweitet werden und der Bund einen zweistelligen Millionenbetrag für die Erforschung der Rinderseuche BSE zur Verfügung stellen soll. Das sei bereit mit den anderen Ministern abgestimmt, sagte sie nach Angaben der Zeitung.
Auch Bundesministerin Renate Künast, die Montag zu einer Sitzung der EU ebenfalls zum Thema BSE in Brüssel ist, habe ihre eindeutige Unterstützung zugesagt. Sie hatte kürzlich das Alter von Schlachtrindern, bei denen BSE-Test vorgenommen werden müssen, auf 24 Monate gesenkt.
BSE-Risikomaterial wie Gehirn und Rückenmark ist nach Ansicht des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin möglicherweise in Speisefetten mit verwendet worden.
Die Bremer Senatorin will außerdem erreichen, dass die Namen aller Händler, die Wurstwaren falsch etikettieren, veröffentlicht werden. Um das Risiko von Schadenersatzforderungen auszuschließen, solle der Bund hierfür rechtliche Klarheit schaffen.