Buback: Antwort an "Mescalero" - DER SPIEGEL
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Buback Antwort an "Mescalero"

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Frankfurt/Main - Michael Buback, hat schriftlich zu dem heute bekannt gewordenen offenen Brief an ihn Stellung genommen. Sein Schreiben vom Sonntag und seinen privaten Brief an den "Mescalero"-Autor Klaus Hülbrock vom Juni 1999 hat Buback der Nachrichtenagentur AP zugeleitet. Die beiden Schriftstücke im Wortlaut:

Stellungnahme vom 28. Januar 2001:

Die Erörterungen in der Sendung "Sabine Christiansen" am 21. Januar 2001 befassten sich mit Fragen, welche Folgen eventuell aus der früheren Berührung von Politikern mit Gewalt oder aus ihrer Bewertung von Gewalt resultieren könnten. Der "Mescalero-Artikel" war in diesem Zusammenhang insofern von Bedeutung, dass sich Herr Trittin 1993, als er bereits Minister in Hannover war, bei einem Interview nicht klar von diesem "Nachruf" distanzierte und dass er ihn, wie berichtet wurde, sogar als "radikal pazifistische Absage an den Terrorismus" bewertete. Ich habe ihn am vergangenen Sonntag angesprochen, um zu erfahren, ob diese Einstellung und Bewertung von seiner Seite noch gelten. Dies war mir auch aus Gründen der Fairness wichtig, da ich den Gesichtspunkt, falls sich die Gelegenheit ergebene würde, in der abendlichen Sendung vortragen wollte. Die Antwort von Minister Trittin auf meine klare Frage befriedigte mich in keiner Weise.

Ich kenne Namen und Wohnort des Verfassers des "Nachrufs" seit mehr als eineinhalb Jahren. Sein Schreiben an mich vom 18. Mai 1999 habe ich mit Datum vom 20. Juni 1999 beantwortet. Diese Antwort füge ich bei. Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren keinerlei Aktivität gegen Herrn Hülbrock unternommen und seinen Namen keinem Menschen mitgeteilt. Die Angelegenheit war für uns weitgehend abgeschlossen. Wir möchten dringlich darum bitten, dass Herr Hülbrock jetzt nicht unter Druck gesetzt wird.

Brief von Buback an Klaus Hülbrock vom 20. Juni 1999:

Sehr geehrter Herr Hülbrock,

Ihr Brief vom 18. Mai 1999 wurde mir übermittelt. Ich hatte mit einer solchen Reaktion nicht mehr gerechnet, aber es ist gut, dass Sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Die Passage Ihres Briefes zu den die Person meines Vaters betreffenden Wörtern im damaligen Artikel ist mir auch jetzt nach der langen Zeit noch wichtig. Auch für meine Mutter, der ich von Ihrem Schreiben berichtet habe, ist es von Bedeutung zu erfahren, dass Ihnen die meinen Vater betreffenden Passagen heute wehtun.

Für allgemeine Erörterungen Ihres Artikels aus dem Jahr 1977 sehe ich, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, keine dringliche Veranlassung. Sie schreiben, dass Sie Ihren Artikel für eine "klitzekleine Gruppe (der Sie nicht angehörten) von potentiellen Sympathisanten dieser Attentate", abgefasst haben. Können Sie denn die Reaktion auf den "Buback-Nachruf" nicht verstehen, wenn Sie den Artikel heute nochmals mit den Augen der sehr vielen anderen lesen, die den schrecklichen Terrorismus entschieden und grundsätzlich ablehnen und unter denen die Angehörigen und Freunde von Siegfried Buback nur eine verschwindend kleine Gruppe sind?

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