Bündnis für Arbeit: Schröder will frischen Wind - DER SPIEGEL
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Bündnis für Arbeit Schröder will frischen Wind

An diesem Sonntag kommt das Bündnis für Arbeit zum siebten Mal zusammen. Im Vorfeld kündigte Kanzler Schröder an, die Arbeitsweise der Runde zu "überdenken".
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Berlin - Die Teilnehmer an den Gesprächen müssten künftig stärker als bisher eigene Akzente setzen und häufiger "die ausgetretenen Pfade der Fachleutediskussion" verlassen, sagte Schröder in einem gemeinsamen Interview der "Stuttgarter Zeitung" und der "Rheinpfalz". Das Bündnis dürfe sich "nicht so sehr, wie bisher, durch die Tagesordnung binden lassen".

Zentrales Thema der Gesprächsrunde des Bündnisse an diesem Sonntag soll nach Schröders Worten die Frage der Qualifizierung von Facharbeitern werden. Doch müsse auch darüber diskutiert werden, wie durch den Abbau von Überstunden Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Das wollte er allerdings nicht durch Gesetz verordnen. Darüber müssten sich die Tarifpartner selbst einigen.

Im Streit zwischen Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) über die Kraft-Wärme- Kopplung sagte Schröder, die von Trittin favorisierte Quote bei der Kraft-Wärme-Kopplung werde die ostdeutsche Braunkohlverstromung "aus dem Markt" drängen. Deshalb unterstütze er Müllers Vorschlag, das Klimaschutzziel mit nachprüfbaren Selbstverpflichtungen der Industrie zu erreichen. Diese könnten mit Sanktionen belegt werden, wenn die vereinbarten Ziele nicht erreicht würden.