BUND: Flickschuster Funke - DER SPIEGEL
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BUND Flickschuster Funke

Halbherzigkeit wirft die Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Angelika Zahrnt, Landwirtschaftsminister Funke vor.
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Zahrnt lobte das Sieben-Punkte-Programm der beiden Staatssekretäre als eine Neuorientierung der Agrarpolitik. Funkes Papier sei dagegen Flickschusterei. "Es ist der Versuch, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen", sagte die BUND-Vorsitzende. So enthalte das Papier des Ministers zwar positive Ansätze, zum Beispiel die Einführung einer Grünlandprämie. Auf die Förderung industrieller Tierhaltung durch Silomaisprämien wolle er aber nicht verzichten.

Es reiche nicht aus, die ökologische Landwirtschaft ein bisschen zu fördern. Der Ökolandbau müsse zur Leitlinie der Politik werden. Selbst der Bundeskanzler habe bereits die Abkehr von den Agrarfabriken gefordert. Dahinter könne Funke nicht zurückfallen. "Der Landwirtschaftsminister sollte sich an dem orientieren, was der Bundeskanzler sagt", so die BUND-Vorsitzende. Agrarfabriken dürften nicht länger subventioniert werden.

Funke stehe nicht für eine Agrarwende. "Er ist der Vertreter einer traditionellen Landwirtschaftspolitik, hinter der die Agrarlobby steht", sagte Zahrnt. So nutze er nicht die Chance zu einer Neuorientierung, die die BSE-Krise gebracht habe.

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