Asylbewerber Bundesregierung sucht Abschiebe-Helfer
Abschiebung abgelehnter Asylbewerber
Foto: Patrick Seeger/ dpaUm die Zahl der Rückführungen zu steigern, sucht die Bundesregierung dringend Beamte, die in den Ländern aushelfen und Verfahren bearbeiten. In diesem Jahr wird die Zahl der ausreisepflichtigen Asylbewerber laut Bundesinnenministerium auf rund 485.000 steigen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)
Gebraucht werden rund 420 Beamte des mittleren und gehobenen Dienstes, die für sechs bis 15 Monate freiwillig die Länder unterstützen, um "im Bereich der Rückkehr zu sichtbaren Ergebnissen zu kommen", wie es in einem Aufruf des Bundesinnenministeriums heißt, der dem SPIEGEL vorliegt.
Vorkenntnisse im Asyl- und Ausländerrecht seien nicht erforderlich; die Einarbeitung erfolge "vor Ort durch die Ausländerbehörden". Interessenten sollen sich bis zum 5. Mai melden, der Einsatz erfolge dann schnellstmöglich nach Absprache mit den jeweiligen Ausländerbehörden.
Zwar gebe es wegen mehrerer "Personalkollekten" in den vergangenen Jahren womöglich einen "Ermüdungseffekt", das Bundesinnenministerium sei aber dennoch "gefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen".
Bei einem Treffen im Februar hatten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vereinbart, die Rückführungsquote zu erhöhen. Dabei hatte die Kanzlerin den Ländern auch personelle Unterstützung zugesagt.