Bundeswehr Manöver in Ghana
Unter der Codebezeichnung "Extricate Owl 08" spielten Stabsoffiziere unter anderem im Verteidigungsministerium, im Einsatzführungskommando bei Potsdam und im Kommando Spezialkräfte (KSK) durch, wie eine kleine Gruppe von Geiseln befreit und rund tausend andere Deutsche mit Hubschraubern, Flugzeugen und Kriegsschiffen in Sicherheit gebracht werden könnten. Als - fiktives - Einsatzgebiet diente das Territorium von Ghana. An der Übung, die im wesentlichen mit Computern simuliert wurde, nahmen deshalb auch nach Deutschland entsandte ghanaische Offiziere teil.
Für das Planspiel wurde das Land in zwei Regionen unterteilt. In einer tobten bürgerkriegsartige Unruhen, die andere diente als Aufmarschraum für deutsche Truppen, die von heimischen Kräften unterstützt wurden.
Bei der mehrtägigen Computersimulation soll es indes nicht bleiben: In zwei Jahren dürfen mit Einverständnis der Regierung in Accra mehr als tausend Soldaten von Heer, Luftwaffe, Marine und KSK zu einem Manöver nach Ghana ausrücken, um Befreiungsaktionen unter echten afrikanischen Klima- und Geländebedingungen zu proben.