Castor Demonstrationen verboten
Lüneburg - Die Bezirksregierung im niedersächsischen Lüneburg hat für den geplanten Atommülltransport ins Zwischenlager Gorleben umfangreiche Demonstrationsverbote erlassen. Vom 5. bis 20. November sind Protestaktionen entlang der Bahnstrecke Lüneburg- Dannenberg und der Straße von Dannenberg nach Gorleben verboten.
Dies gelte in einem Abstand von 50 Metern beiderseits der Strecke, sagte die stellvertretende Regierungspräsidentin, Elke Sellmann. Unangemeldete Aktionen seien in diesem Bereich bereits ab dem 3. November untersagt. Demonstrationen im Umkreis von 500 Metern um den Verladebahnhof Dannenberg und um das Zwischenlager Gorleben sind ebenfalls nicht erlaubt.
Bis Dannenberg werden die sechs Castorbehälter mit Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague auf der Schiene transportiert. Nach der Umladung auf Speziallastwagen müssen sie die restlichen Kilometer ins Zwischenlager Gorleben auf der Straße zurücklegen. Besonders für die letzten beiden Transportabschnitte hatten die Anti-Atomkraft-Initiativen im Wendland Protestaktionen und notfalls auch die Übertretung von Versammlungsverboten angekündigt.