CDU Alfred Dregger ist tot
Dregger sei am Samstagabend nach langer schwerer Krankheit in Fulda gestorben, wie ein Sprecher der hessischen CDU/FDP-Landesregierung am Sonntag mitteilte.
Der hessische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Roland Koch zeigte sich tief erschüttert vom Tod seines Parteifreundes. Er bezeichnete ihn als deutschen Patrioten, "der aus den schrecklichen Ereignissen des Nationalsozialismus und des Krieges die Konsequenz gezogen hat, sich aktiv für ein demokratisches Deutschland zu engagieren". Die hessische CDU verdanke Dregger "unendlich viel", fuhr Koch fort. Er sei es gewesen, der als Landesvorsitzender die Christdemokraten auch in Hessen "zur führenden Volkspartei gestaltet hat".
Der gegenwärtige Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz sagte: "Mit Alfred Dregger verliert die Union eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte und einen aufrechten Demokraten und Patrioten."
Der Politiker war hessischer CDU-Landesvorsitzender von 1967 bis 1982. Im Oktober 1982 wurde er fast einstimmig als Nachfolger von Helmut Kohl zum Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU im Bundestag gewählt.
Am 25. November 1991 legte Dregger den Fraktionsvorsitz nieder und war seither Ehrenvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Als er sich bei der Bundestagswahl 1998 wieder um ein Abgeordnetenmandat bewerben wollte, gab es in seinem Fuldaer Wahlkreis monatelange Querelen. Daraufhin verzichtete er.