CDU-Konzept: Steuersätze runter - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

CDU-Konzept Steuersätze runter

Die Unionsparteien haben am Samstag ihr Steuerkonzept vorgelegt. Danach sollen die Steuersätze für alle gesenkt werden und die Entlastung 50 Milliarden Mark betragen. Fraglich ist noch immer: Wo soll das Geld dafür herkommen?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Norderstedt - Die Unionsparteien legten ihre Konzept an getrennten Orten vor. Die CSU in Wildbad Kreuth, die CDU in Norderstedt bei Hamburg. Dabei bekundete CDU-Chef Wolfgang Schäuble seine Bereitschaft, mit der rot-grünen Bundesregierung bei der Steuerreform zusammen zu arbeiten. Allerdings müsse eine Entlastung dazu genutzt werden, zu einem einfacheren, transparenteren und gerechteren Steuersystem zu kommen, sagte Schäuble am Samstag nach der Vorstandsklausur seiner Partei.

Die Eingangssteuerssätze müssten bei 15 Prozent liegen. Der Spitzensteuersatz müsse unter 40, am besten bei 35 Prozent liegen. Die Entlastung müsse etwa 50 Milliarden Mark betragen. Notwendig seien niedrigere Sätze für alle und weniger Ausnahmen, sagte Schäuble.

Auf diese Eckpunkte einer Steuerreform haben sich die Unionsparteien verständigt. Sie sind sich einig, dass die Entlastungen bis spätestens zum Jahr 2003 umgesetzt sein sollen. Im Bereich der Körperschaften soll die Gesamtbelastung einschließlich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag auf 38 bis 39 Prozent sinken.

Das Steuerkonzept von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) sieht zwischen 2001 und 2005 Entlastungen von 42,5 Milliarden Mark sowie Steuersätze von 15 bis 45 Prozent vor.