CDU-Landesvorsitz Vogel tritt ab
Erfurt - Vogel will sich künftig mehr in die Arbeit der Bundes-CDU einbringen. Zu seinem Nachfolger als Parteichef schlug der 67-Jährige den Landtagsfraktionsvorsitzenden Dieter Althaus vor. Der 42 Jahre alte frühere Kultusminister ist seit Jahren Vogels erster Stellvertreter in der Partei.
Vogel, der seit 1993 CDU-Vorsitzender in Thüringen ist, begründete seine Entscheidung mit dem notwendigen Generationswechsel in der CDU. Als Ministerpräsident verfügt er seit dem Gewinn der Landtagswahl im vergangenen September über eine absolute Mehrheit im Parlament. Er will bis zum Ende der Legislaturperiode 2004 im Amt bleiben. Vogel unterstrich, die Bundes-CDU könne "helfende Hände" gebrauchen. Er ist Mitglied des Vorstandes der Bundes-CDU. Während der Spendenaffäre war er auch als "Krisenmanager" im Gespräch.
Nach der Landtagswahl hatte Vogel mehrfach erklärt, dass er 2004 nicht wieder für das Ministerpräsidentenamt zur Verfügung stehe. Althaus könnte als Parteichef auch zum Kandidaten für den Posten des Regierungschefs aufgebaut werden. Allerdings sagte Vogel, er schlage Althaus nur als Landeschef vor - "nicht mehr und nicht weniger". Thüringen ist neben Sachsen das einzige der neuen Länder mit einer CDU-Alleinregierung. Der Landesverband der Union hat rund 16.000 Mitglieder.