CDU: Laurenz Meyer geht - DER SPIEGEL
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CDU Laurenz Meyer geht

Jetzt also doch: CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat heute Morgen seinen Rücktritt eingereicht, den Parteichefin Angela Merkel akzeptierte. Grund: Die Basis hätte seinen Verbleib im Amt angesichts der bevorstehenden Wahlkämpfe nicht hingenommen.
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Berlin - Er sei zu der Überzeugung gekommen, dass seine Arbeit der Partei "mehr schadet als sie nutzt", sagte Meyer am Mittag in einer kurzen Stellungnahme. Er gehe "ohne jeden Zorn".

Die Entscheidung war heute Morgen gefallen. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Meyer hatte sich erneut korrigieren müssen. Die von ihm als Abfindung deklarierte Sonderzahlung, über die der SPIEGEL in der vergangenen Woche berichtet hatte, ist keine Abfindung. Meyer selbst musste gestern Abend abend einräumen, dass er sie auch nicht als solche versteuert habe. Merkel fühlte sich zu Recht ein weiteres Mal von ihrem Generalsekretär falsch informiert.

In mehreren Telefonaten mit ihren engsten Vertrauten, darunter der Parlamentarische Geschäftsführer Volker Kauder, und wichtigen Landesvorsitzenden, darunter der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm, sondierte Merkel erneut die Lage. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Meyer sei nicht mehr zu halten, die von ihm eingeräumten Zahlungen und die Spende an die SOS-Kinderdörfer hatte vor allem die wahlkämpfenden Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein nicht beruhigen können. Meyer selbst war es, so heißt es im Merkel-Umfeld, der die Initiative zum Rücktritt ergriff. Er würde aus freien Stücken gehen, auch um Schaden von der Union abzuwenden, erklärte er der Vorsitzenden. Merkel nahm den Rücktritt erleichtert an.

Nachfolger Meyers solle der 55-jährige Kauder werden, berichtete der Nachrichtensender N24. Der aus Baden-Württemberg stammenden Politiker sitzt seit 1990 im Bundestag.