CDU: Merkel hat noch Freunde - DER SPIEGEL
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CDU Merkel hat noch Freunde

Im Streit um die Führungsqualitäten von Angela Merkel erhält die CDU-Chefin jetzt Rückendeckung. Das "Gequatsche und Gequackel" sei nicht schön. Auch Rivale Edmund Stoiber meldete sich beschwichtigend zu Wort.
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Berlin - "Sie ist Parteivorsitzende und macht ihre Sache gut", sagte Stoiber vor einer CSU-Vorstandssitzung im niederbayerischen Landshut. Die Diskussion um Merkel sei "absurd und lächerlich", er könne damit nichts anfangen. "Jeder, der dazu einen Beitrag leistet, leistet einen Beitrag zur Zerstrittenheit", meinte der bayerische Ministerpräsident.

Merkel habe verdient, dass man sich loyal hinter sie stelle, sagte der hessische Ministerpräsident Roland Koch vor einer Sitzung des Präsidiums in Berlin. An dieser Haltung werde sich im Präsidium nichts ändern.

Das wichtigste Thema, um das sich die CDU jetzt kümmern müsse, sei die Wirtschaftspolitik, meinte Koch. Den Bürgern müsse klargemacht werden, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für den gegenwärtigen konjunkturellen Abschwung verantwortlich sei.

"Sie hat im Präsidium ganz offensichtlich einen großen Rückhalt", sagte der thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel. Merkel habe dazu aufgefordert, dass der eine oder andere in der Partei mehr Disziplin aufbringen sollte. "Und damit hat sie recht", fügte er hinzu.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Hamburger Bürgerschaftswahl im September, Ole von Beust, sprach von "Gequatsche und Gequackel" in der Partei, das nicht schön sei. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Rauen, sagte: "Ich leide darunter, dass wir durch dieses Hickhack nicht dazu kommen, die Politik der Regierung anzugreifen."