CDU Neue Schwarzgelder entdeckt
Mainz - Betroffen seien mehrere Ortsverbände der CDU, berichtete der rheinland-pfälzische Generalsekretär Claudius Schlumberger. Die Summen in der Größenordnung zwischen 10.000 und 13.000 Mark seien im Rechenschaftsbericht 1998 für die Bundespartei nachgemeldet worden. Im einzelnen wurden die schwarzen Kassen bei den CDU-Ortsverbänden Remagen und Bad Ems sowie bei zwölf Ortsverbänden der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union in der Südpfalz geführt. Größter Brocken war dabei die seit einiger Zeit bekannte Summe von rund 215.000 Mark, die der Ortsverband Grünstadt/Pfalz in mehreren Jahren "angespart" hatte.
Die jetzt der Bundespartei gemeldeten Änderungen ergaben sich nach Angaben des Generalsekretärs ausschließlich aus der Tatsache, dass Ortsverbände der CDU oder der Jungen Union Finanzbestände nicht korrekt an ihre Kreisverbände weitergemeldet hätten. Viele Kreisverbände der CDU oder der Jungen Union in Rheinland-Pfalz hätten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Kassenhoheit auf die Ortsverbände zu delegieren und damit in die Hände von ehrenamtlichen Helfern gelegt. Das habe in der Vergangenheit offensichtlich in einzelnen Fällen zu Schwierigkeiten bei der termingerechten und vollständigen Rechenschaftslegung geführt, sagte Schlumberger.