"Definitiv": Rühe will nicht Parteivorsitzender werden - DER SPIEGEL
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"Definitiv" Rühe will nicht Parteivorsitzender werden

Volker Rühe ist aus dem Rennen um den CDU-Parteivorsitz ausgeschieden, noch bevor es offiziell begonnen hat. Er selbst werde auf keinen Fall antreten, verkündete der gescheiterte schleswig-holsteinische Spitzenkandidat und forderte erneut, ein amtierender Ministerpräsident solle das Amt übernehmen.
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Hamburg - "Was mich angeht, so stehe ich definitiv für die Wahl des Parteivorsitzenden nicht zur Verfügung", sagte Rühe der "Welt am Sonntag". Dies habe er auch dem noch amtierenden Parteichef Wolfgang Schäuble bereits vor den Vorstandswahlen der Unionsbundestagsfraktion am Dienstag vergangener Woche mitgeteilt.

Zugleich kündigte der frühere Bundesverteidigungsminister aber seine Bereitschaft an, sich auf dem CDU-Parteitag Mitte April in Essen wieder um das Amt eines stellvertretenden CDU-Chefs zu bewerben. Rühe bekräftigte seine Forderung, der künftige Parteivorsitzende solle ein Ministerpräsident sein. Als "ausgezeichnete Lösung" bezeichnete er den sächsischen Regierungschef Kurt Biedenkopf. Das Alter des 70-Jährigen spiele dabei keine Rolle. "Mit Kurt Biedenkopf wird der Begriff der Zukunft stärker verbunden als mit manch Jüngerem", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Im übrigen werde eine Parteiführung gebraucht, in der alle Generationen vertreten seien.

Sein Verhältnis zu CDU-Generalsekretärin Angela Merkel, der gute Chancen bei einer Kandidatur für den Parteivorsitz eingeräumt werden, bezeichnete Rühe als weiterhin freundschaftlich. "Ich habe übrigens die Fähigkeiten, die jetzt manche neu an ihr entdecken, schon sehr frühzeitig ausgemacht", sagte er. Merkel sei "frisch und unverbraucht".