Demonstrationen: Tierschützer misshandelt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Demonstrationen Tierschützer misshandelt

Deutsche Tierschützer, die am 26. Februar in Brüssel vor dem EU-Ratsgebäude gegen die Tötung von zwei Millionen Rindern in der EU protestieren wollten, erheben schwere Vorwürfe gegen die belgische Polizei.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sie seien mehrere Stunden festgenommen und demütigend behandelt worden, behauptet Wilfrid Jores vom "Politischen Arbeitskreis für Tierrechte in Europa". Ohne jede Erklärung habe die Polizei die Teilnehmer der genehmigten Demonstration gestoppt und 800 Meter weit vom vorgesehenen Demonstrationsort abgedrängt. Als drei der Demonstranten zurückkehren wollten, seien sie auf offener Straße durchsucht und anschließend in ein Polizeigebäude gebracht worden. Seine Mitdemonstranten seien dort gezwungen worden, sich auszuziehen. Bei einer Frau seien - in Gegenwart einer zweiten Polizistin - auch Vagina und After kontrolliert worden. Sie habe den Tampon entfernen müssen, ein neuer sei ihr trotz Periode verweigert worden. Colonel Guido Torrez von der Brüsseler Polizei erklärte, die Kundgebung habe kurzfristig verlegt werden müssen, weil Zusammenstöße mit demonstrierenden Bauern zu befürchten gewesen seien. "Die genaueren Umstände" des Vorgehens gegen die drei Deutschen würden jetzt überprüft.