+++ Newsblog zu Paris +++ "5000 Schüsse abgefeuert"
Die Staatsanwaltschaft hat weitere Details zu dem Einsatz in Saint-Denis bekannt gegeben. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
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Philipp Seibt
Hier der Überblick über die Vorkommnisse am Mittwoch in Frankreich:
• Bei einer stundenlangen Anti-Terror-Operation in Saint-Denis im Norden von Paris haben sich die Einsatzkräfte Schießereien mit mutmaßlichen Terroristen geliefert. Dabei wurden 5000 Schüsse abgefeuert, sagte der zuständige Staatsanwalt auf einer Pressekonferenz.
• Eine Frau sprengte sich dabei in die Luft. Insgesamt starben zwei Menschen, acht wurden festgenommen. Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, ist laut einem Bericht der Washington Post unter den Toten. Der Staatsanwalt hat das nicht bestätigt. Eine Zusammenfassung der Ereignisse in Saint-Denis lesen Sie hier.
• Ermittler haben in der Nähe des Musikklubs Bataclan ein verdächtiges Handy gefunden. Das könnte die Ermittler nach Saint-Denis geführt haben.
• Über die mutmaßlichen Attentäter werden immer mehr Details bekannt. Was wir bisher wissen, finden Sie hier zusammengefasst.
• Bei einer stundenlangen Anti-Terror-Operation in Saint-Denis im Norden von Paris haben sich die Einsatzkräfte Schießereien mit mutmaßlichen Terroristen geliefert. Dabei wurden 5000 Schüsse abgefeuert, sagte der zuständige Staatsanwalt auf einer Pressekonferenz.
• Eine Frau sprengte sich dabei in die Luft. Insgesamt starben zwei Menschen, acht wurden festgenommen. Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, ist laut einem Bericht der Washington Post unter den Toten. Der Staatsanwalt hat das nicht bestätigt. Eine Zusammenfassung der Ereignisse in Saint-Denis lesen Sie hier.
• Ermittler haben in der Nähe des Musikklubs Bataclan ein verdächtiges Handy gefunden. Das könnte die Ermittler nach Saint-Denis geführt haben.
• Über die mutmaßlichen Attentäter werden immer mehr Details bekannt. Was wir bisher wissen, finden Sie hier zusammengefasst.
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Philipp Seibt
An dieser Stelle beenden wir unseren Newsblog über die Ereignisse in Frankreich. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Anti-Terror-Einsatzes in Saint-Denis. Am Donnerstag wird Sie die Kollegin Katharina Blaß wieder ab 7 Uhr im Newsblog zu Paris auf dem Laufenden halten.
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Jörg Römer
In Italien sollen laut Medienberichten fünf Terrorverdächtige identifiziert worden sein, die Anschläge auf bekannte Sehenswürdigkeiten geplant haben könnten. Die US-Bundespolizei FBI habe die italienischen Behörden auf diese Personen mit arabischen Namen hingewiesen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Bisher seien sie aber noch auf freiem Fuß. Nach einem Bericht von "La Repubblica" könnten sie Anschläge auf den Petersdom in Rom sowie auf den Mailänder Dom und das Mailänder Opernhaus Scala geplant haben.
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Jörg Römer
Es ist ein kleiner Schritt Richtung Normalität: Die Schulen im Pariser Vorort Saint-Denis sollen morgen wieder geöffnet werden. Ausgenommen sind zwei Einrichtungen, die sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes befinden.
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Philipp Seibt
Die französische Regierung will während der bevorstehenden Klimakonferenz COP21 keine Demonstrationen zulassen. Außenminister Laurent Fabius, der die Konferenz leiten wird, begründete dies am Mittwoch in Paris mit der Sicherheitslage nach den jüngsten Anschlägen von Paris. Während der vom 30. November bis zum 11. Dezember dauernden Konferenz sowie einen Tag davor und danach sind in Paris und anderen Städten Frankreichs Demonstrationen verboten. Am 29. November und 12. Dezember waren Großdemonstrationen geplant.
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Jörg Römer
Wie hat der Pariser Vorort Saint-Denis den Polizeieinsatz verkraftet. Der Kollege Björn Hengst war vor Ort und hat seine Eindrücke geschildert.
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Jörg Römer
In Venedig haben sich Menschen auf dem berühmten Markusplatz versammelt, um der Opfer von Paris zu gedenken (Foto: DPA).
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DerSPIEGEL
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Jörg Römer
Der öffentliche Nahverkehr im Großraum Paris wird seit Montag um zehn Prozent weniger benutzt. Das teilte die RATP, der Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs, mit. Besonders an Stationen nahe touristischen Attraktionen sei das geringere Verkehrsaufkommen spürbar.
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Philipp Seibt
Auch im französischen Straßburg haben sich an diesem Abend Tausende versammelt.
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Philipp Seibt
Menschen in Straßburg zünden Kerzen an. Auf einem Plakat steht: "Je suis Paris" - "Ich bin Paris". (Foto: AFP)
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Philipp Seibt
Mehrere der mutmaßlichen Attentäter hatten Verbindungen in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Dort versammelten sich an diesem Abend Menschen zu einer Mahnwache.
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Philipp Seibt
Im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gedenken Menschen mit Kerzen und Plakaten den Opfern der Anschläge in Paris. (Foto: AP)
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Jörg Römer
Maßnahme für mehr Transparenz: Luxemburg hat den Verkauf anonymer Prepaid-Karten verboten, damit diese nicht von Terroristen benutzt werden können. Premierminister Xavier Bettel betrachte die Mobilfunk-Karten, die bisher ohne Angabe von Name und Adresse erworben werden konnten, als Sicherheitslücke, sagte ein Regierungssprecher. In Zukunft müssten die Käufer von Prepaid-Karten ihren Ausweis zeigen. Die Luxemburger Post entschied, ab sofort keine Prepaid-Karten mehr anonym zu verkaufen. Andere Anbieter anonymer Telefonkarten seien ebenfalls darum gebeten worden, sagte der Sprecher.
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Philipp Seibt
Der herrenlose Koffer am Bonner Hauptbahnhof war harmlos: Er war leer. Das teilte die Polizei am Abend mit. Nach dem Fund am Nachmittag waren die U-Bahnsteige des Bahnhofs für zweieinhalb Stunden gesperrt gewesen. U-Bahnen konnten die Station nicht anfahren.
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Philipp Seibt
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Jörg Römer
Die Aufnahmen sollen Teile der etwa einstündigen Schießerei zeigen
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Philipp Seibt
Die französische Polizei hatte laut Molins aus abgehörten Telefonaten Hinweise erhalten, dass sich der Drahtzieher Abaaoud in der Wohnung in Saint-Denis aufhalten könnte. Der meistgesuchte Islamist Belgiens, der für den IS in Syrien gekämpft haben soll, lebte früher in der Brüsseler Islamistenhochburg Molenbeek.
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Jörg Römer
Nun ist die Pressekonferenz vorbei - eine Bestätigung des Todes von Abdelhamid Abaaoud wollte Staatsanwalt François Molins nicht geben.
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Philipp Seibt
"5000 Patronen": der Staatsanwalt François Molins am Mittwochabend bei der Pressekonferenz. (Foto: AFP)
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Philipp Seibt
Es gab laut Molins am heutigen Tag 8 Festnahmen, sieben Männer und eine Frau. Der mutmaßliche Drahtzieher der Attacken von Paris, Abdelhamid Abaaoud, ist laut Molins nicht darunter.
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Jörg Römer
"Wir können Ihnen noch keine weiteren Details zu den beiden Toten geben. Der Zustand der Leichen macht es uns unmöglich zu sagen, wer es ist. Die Aktivitäten zur Identifizierung dauern noch an", teilte die Staatsanwaltschaft mit.
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Philipp Seibt
Bei den Ermittlungen zu den Attacken von Paris wurde laut Molins ein wahres Kriegsarsenal gefunden, darunter Kalaschnikows und Sprengstoff. Es gibt mehrere konspirative Wohnungen: in Alfortville, in Bobigny und eine in Saint-Denis. Es habe sich um eine minutiös geplante Kommando-Aktion gehandelt.
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Philipp Seibt
Molins: Einsatz am heutigen Mittwoch sei sehr komplex gewesen. Die Polizei habe 5000 Patronen verschossen. Eine Panzertür erschwerte den Zugriff der Spezialkräfte.
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Philipp Seibt
830 Polizisten und Sicherheitskräfte sind laut Molins seit vergangenem Freitag im Einsatz. Mit Erfolg: Eine neue Gruppe von Terroristen wurde gefasst, die offenbar bereit zu weiterer Aktion war.
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