Deutsche Bahn: Neuer Streit um die Sparpläne - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Neuer Streit um die Sparpläne

Der Friede währte nicht lange. Bahnvorstand und Gewerkschaften haben erst in der Nacht zum Samstag in einem Spitzengespräch den dicksten Streit über die Sparpläne beigelegt, da geht es schon wieder los: Bahnchef Mehdorn will den Mitarbeitern Weihnachts- und Urlaubsgeld kürzen. Die Gewerkschaften sind stocksauer.
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Berlin - Die Gewerkschaften beschuldigen Hartmut Mehdorn, mit voreiligen Aussagen die jetzt anstehenden Tarifverhandlungen zu belasteten. Es sei zunächst überhaupt nichts Greifbares vereinbart worden, sondern lediglich die Absicht, über die Sparpläne zu verhandeln, erklärten die Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED) und die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) am Montag. Mehdorn hatte unmittelbar nach der am Freitagabend erzielten Einigung erklärt, die angestrebten Einsparungen in Milliardenhöhe unter anderem über Kürzungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie bei Zulagen erreichen zu wollen.

GdED-Sprecher Hubert Kummer erklärte, es gebe bisher überhaupt keine Zusagen, auch nicht im Trend. "Wir sind noch weit von dem entfernt, was sich Herr Mehdorn vorstellt." Dieser habe lediglich die Zusage, dass die Gewerkschaften zu Verhandlungen bereit seien. Das Ergebnis der in den kommenden zwei Monaten anstehenden Verhandlungen sei völlig offen und könne nicht vorweggenommen werden.

GdL-Chef Manfred Schell sprach von einem "geradezu unmöglichen Taktieren" Mehdorns. Angebliche Vorstellungen über Lohnanhebungen zwischen einem und 1,5 Prozent würden dem Bahnchef auf die Füße fallen, erklärte Schell. Schließlich sei die Nullrunde nach der Vereinbarung vom vergangenen Freitag vom Tisch. Schell erwartet, dass innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen zu entsprechenden Tarifverhandlungen eingeladen werde.