Deutsche Unis: Vorerst keine Experimente an Stammzellen - DER SPIEGEL
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Deutsche Unis Vorerst keine Experimente an Stammzellen

Weder am Münchener Universitätsklinikum Großhadern noch an der Kölner Uni soll bis auf weiteres mit embryonalen Stammzellen geforscht werden. Die Institute wollen politische Entscheidungen abwarten. Beide Universitäten bestätigten, dass sie humane Stammzellen aus den USA importiert haben.
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München - Am Münchener Universitätsklinikum Großhadern wird es auf absehbare Zeit keine Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen geben. Das hat Günter Steinbeck, Direktor der Medizinischen Klinik 1 in Großhadern, angekündigt. Ein Oberarzt des Klinikums hatte solche Stammzellen in den USA bestellt, die derzeit tiefgefroren an der Universität Lübeck lagern.

Vor der Durchführung etwaiger Forschungsprojekten in München müsse erst eine politische Grundsatzentscheidung dazu vorliegen, bekräftigte Steinbeck. Im Falle einer positiven Entscheidung der Politik werde Großhadern alle geplanten Projekte zudem vorab der Ethik-Kommission der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Begutachtung vorlegen.

Keine Experimente an Kölner Uni mit importierten Stammzellen

An der Universität Köln haben nach Angaben der Universitätspressestelle keine Experimente mit importierten humanen embryonalen Stammzellen stattgefunden. Zwar seien im Oktober vergangenen Jahres Stammzellen aus den Vereinigten Staaten an die Universität geliefert worden. Im Frühjahr 2001 habe man jedoch festgestellt, dass die Lieferung nur "Zelltrümmer" enthalten habe, teilte die Pressestelle am Dienstag mit. Forschungen mit humanen Stammzellen seien vorerst nicht beabsichtigt.